Feuerwehrjugend bei KHD Übung am Stausee Ottenstein live dabei

KHD Zug übte mit mehr als 50 Mann am Stausee Ottenstein

Zuallererst war es nötig, die Ausrüstung und Mannschaft ans andere Ufer im Bereich von Döllersheim zu übersetzten. Bestens dazu geeignet ist - neben den motorbetriebenen Booten – ein sogenanntes „Zillenglied“. Dabei werden mehrere Zillen - Holzboote mit flachem Boden - an der Längsseite mittels Kanthölzern und Brettern zu einer stabilen Plattform zusammengezurrt. Auf die Plattform stellt man dann die Tragkraftspritze und saugt Wasser aus dem See an. Über zwei unter Wasser nach hinten gerichtete Strahlrohre hat man einen kräftigen Antrieb und die geräumige Ladefläche bietet Platz für Mannschaft und Material.


Bei der Übungsvorbesprechung konnte KHD-Zugskommandant Franz Maier von der FF Friedersbach auch LA Franz Mold willkommen heißen. Mold nutzte die Gelegenheit, sich persönlich bei der praktischen Übung vom Ausbildungsstand der Feuerwehren zu überzeugen und übernahm freundlicherweise die Kosten für die Verpflegung an diesem Tag. 

Nach einer Sicherheitseinweisung durch Paul Schulmeister wurden die Aufgaben des Stationsbetriebes bekannt gegeben. An diesem Tag sollte jeder die Möglichkeit haben, den Wasserdienst der Feuerwehr näher kennenzulernen.

Auf dem Wasser hatte jeder die Gelegenheit, das Zillenfahren zu üben. Stehend auf den schmalen Booten ist ein guter Gleichgewichtssinn gefragt. Im Uferbereich sorgt das Abstoßen mit langen Stangen vom Seegrund für den nötigen Vortrieb. Etwas schwieriger ist es dann schon am offenen Wasser mit dem Paddel die Balance und Richtung zu halten. Die Strömung darf dabei nicht außer Acht gelassen werden – schnell driftet man einige Meter ab.
Die Fahrt mit dem Motorboot machte der Feuerwehrjugend besonderen Spaß. Im Einsatz kann damit ein Überschwemmungsgebiet schnell erkundet werden. Man gewinnt wichtige Informationen über die Gesamtlage und einzelne Personen können rasch aus Notlagen befreit werden. Das eingangs erwähnte „Zillenglied“ transportiert Mannschaft und Gerät über weitere Strecken.

An Land gab es theoretischen Unterricht zur Knotenkunde und bei Werfen des Rettungsringes durfte das Ziel nicht verfehlt werden. Ebenso war eine Löschleitung aufgebaut, bei der man den Umgang mit dem Strahlrohr trainieren konnte.

Gesamt gesehen war die Übung überaus erfolgreich. Franz Maier und Bezirkskommandant-Stellvertreter Karl Kainrath dankten den Feuerwehren für die Teilnahme und am frühen Nachmittag konnten die Wehren mit ihren Geräten abrücken.

von HUBER Günther, ASBÖA]

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