Spezialanhänger für Atemschutz

Bereits im Vorjahr fiel im Feuerwehrabschnittskommando Groß Gerungs der Entschluss zum Start eines neuen Projektes: Der bestehende Atemluftanhänger (Baujahr 1976) soll durch ein modernes - und vor allem technisch besser ausgerüstetes - Fahrzeug ersetzt werden. Johannes Buxbaum, zuständig für das Sachgebiet ‚Fahrzeuge und Geräte‘, nahm sich dem Projekt an. Schnell waren dazu Ideen geboren und sein Team widmete sich der detaillierten Planung. Klar war auch, das Fahrzeug wird eine Sonderanfertigung sein und die komplette Ausstattung muss in Eigenregie hergestellt werden. Das vorgegebene Budget sollte eingehalten werden und regionale Unternehmen konnten als Sponsoren gewonnen werden.

Im November vorigen Jahres nahm das Projektteam den rohen Anhänger in Empfang und machte sich an die Arbeit. Das modulare Ladesystem wurde gefertigt und eingebaut. Es bietet gesicherten Stauraum für bis zu 70 Atemluftflaschen in unterschiedlichen Größen, Arbeitstische, ein faltbares Zelt, Feuerlöscher, Werkzeuge, Reinigungsmaterial und ist mit einer Lichtanlage ausgestattet. Beladen bringt es der auflaufgebremste Anhänger auf ein Gesamtgewicht von knapp 1600 kg. Interessant sind auch diese Zahlen: In einer Zeit von ungefähr 250 Stunden konnten die Arbeiten durchgeführt werden. Nach der Beschriftung der Planen und letzten Montagearbeiten wurden die Atemschutz-Warte der einzelnen Feuerwehren Mitte Mai am neuen Gerät eingeschult.

Zur Präsentation des fertigen Anhängers lud Abschnittsfeuerwehrkommandant Christian Weis am 29. Mai 2021 die Unterstützer nach Groß Gerungs ein. Dazu durfte er Vertreter der Niederösterreichischen Versicherung, Sparkasse, Raiffeisenbank Groß Gerungs und der Donau Versicherung herzlich willkommen heißen und gab einen kurzen Einblick in den Projektablauf. Sachbearbeiter Johannes Buxbaum nutzte das Treffen, um technische Details zu erklären. Er beantwortete Fragen zum neuen Anhänger und auch rund um das Thema Atemschutz. Weis sprach den Sponsoren ein Dankeschön für die finanziellen Beiträge aus. Lobenswert zu erwähnen sind allenfalls auch die Tischlerei Stemmer aus Arbesbach, die Firma Paulnsteiner aus Groß Gerungs sowie das gesamte Projektteam.

Stationiert ist der Atemluftanhänger zentral im Feuerwehrhaus Groß Gerungs und steht den 24 Wehren der Region jederzeit für Einsätze und Übungen zur Verfügung.

von HUBER Günther, ASBÖA]

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